Eine Rute unterm britischen Baum

Jahresbilanz der Londoner Regierung gibt kaum Anlass für besinnliche Feiertage

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Großbritanniens politische Elite blickt auf ein wenig rühmliches Jahr 2012 zurück. Der Skandal im Medienimperium des Rupert Murdoch tat sein Übriges.

Was wünschen sich die Herren und Damen der britischen Politik zu Weihnachten? Gemessen an ihren Leistungen, fallen die Geschenke sehr unterschiedlich aus:

Fangen wir beim heimlichen Herrscher Britanniens an. Rupert Murdoch hat seine hochprofitable, aber berüchtigte Boulevardzeitung »News of the World« dichtmachen müssen und sieht seine ehemaligen Redakteure Rebekah Brooks und Andy Coulson demnächst vor Gericht stehen - Nachbarin und Duzfreundin von Premier Cameron die eine, früherer Regierungssprecher der andere. Murdoch wünscht sich ein Generalpardon in den Abhörprozessen und keine staatliche Gesetzgebung in Bezug auf die Presse. Da die Richter aber unabhängig sind und sein Schützling Cameron im Unterhaus keine Mehrheit hinter sich weiß, hat Murdoch schlechte Karten. Aber der Boss wird die Firmeninteressen verteidigen. Nur im Märchen gedeihen die Schlechten nicht.

Bei Cameron selbst - Lieblingsspruch: »Wir sitzen alle im selben ...


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