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Nicht gegen Russland

Clara Zetkin und die Kommunistische Internationale

  • Von Jörn Schütrumpf
  • Lesedauer: 11 Min.

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Seit 1998 wird ein Brief Konstantin Zetkins, verfasst 1939 im Pariser Exil, im Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufbewahrt. Erst jetzt wurde er dort von dem Historiker und Leiter des Karl Dietz Verlages Berlin, Jörn Schüt- rumpf, entdeckt. »nd« veröffentlicht das bisher unbekannte Schriftstück exklusiv.

Der 54-jährige Konstantin (Kostja) Zetkin (1885-1980) verfasste vier Monate vor dem Überfall Nazideutschlands auf Polen den hier veröffentlichten Brief. Zu dieser Zeit saß er, der jüngere Sohn von Clara Zetkin (1857-1933), in Paris fest - in jener Stadt, in der er einst als Sohn eines russischen Emigranten und einer deutschen Französischlehrerin das Licht der Welt erblickt hatte. Wie auch andere von den Nazis verfolgte Deutsche suchte er, verzweifelt, einen Fluchtweg heraus aus Europa.

Der Brief, der seit 1998 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufbewahrt wird, richtet sich, vorderhand, an eine Freundin der Familie Zetkin: an Elisabeth Mayer, geb. Wolff. Sie war 1936 gemeinsam mit ihrem Mann, einem Münchner Neurologen, und ihrer Tochter in die USA emigriert und hatte in Kostjas Auftrag Kontakt zu seinen amerikanischen Verwandten aufgenommen. Für sie, von denen er sich eine Bürgschaft erhoffte, um in die USA einreisen zu können, war dieser Brief bestimmt; Elisabeth Mayer übertrug ihn ins Englische.

Niemand in der Kommunistischen Internationale war schon in der internationalen Vorkriegssozialdemokratie auch nur annährend so prominent gewesen wie Kostjas Mutter, die Vorkämpferin der proletarischen Frauenbewegung. Nicht zuletzt deshalb verwunderte es manchen Zeitgenossen, dass Kostja nach dem Tode Clara Zetkins die Sowjetunion verlassen hatte: 1933, in jenem Jahr, in dem viele deutsche Kommunisten in dieses Land flohen. Sechs Jahre später, als Kostja Zetkin in Paris seinen Brief an Elisabeth Mayer diktierte, waren viele dieser Schutzsuchenden längst ermordet oder zu »Lagerstaub« zerfallen; nur wenige überlebten - die meisten tief traumatisiert.

Aufgabe dieses Briefes war es, Kostjas amerikanischen Verwandten zu erklären, warum der Sohn einer bekannten Kommunistin dem Exil in der Sowjetunion das in den USA vorzog. Die eigentliche Note bekam der Brief allerdings durch etwas anderes: durch den Umstand, dass Kostja das Schreiben so abfassen musste, dass - und hier rang er, dessen Stil Rosa Luxemburg, seine einstige Geliebte, oft gelobt hatte, sichtlich mit der Sprache - niemand »feindselig gegen die Sowjets persönliche Äußerungen zu Ungunsten Russlands verallgemeinern« konnte. Der Punkt war ihm so wichtig, dass er auf ihn am Ende des Briefes sogar noch einmal zurückkam: »Ich vermeide alles, was gegen Russland ausgenützt werden könnte …« Kostjas älterer Bruder, Maxim Zetkin (1883-1965), Arzt wie er selbst, war in Moskau geblieben …

Solcherart einerseits zum Reden, andererseits zur Zurückhaltung gezwungen, verfasste Kostja Zetkin ein einzigartiges Dokument über das Verhältnis zwischen den Bolschewiki, die bei ihm als »gewisse Leute« der Komintern figurieren, und seiner Mutter. Lenin nahm er dabei ausdrücklich aus, ja behauptete sogar, der habe Clara Zetkins Auffassung geteilt, dass es nach dem Abebben der revolutionäre Welle notwendig sei, die Kommunistische Internationale hin zur nichtkommunistischen Arbeiterbewegung zu öffnen - sei aber schon zu krank gewesen, um sich noch einmal durchsetzen zu können.

Es war ein Zweckbündnis, das seit 1921 zwischen den Bolschewiki und Clara Zetkin bestand: Sie benutzten (und respektierten nicht nur, wie Kostja schreibt) ihre internationale Autorität, im Gegenzug rettete sie für sich einen Rest an politischem Einfluss. Denn Clara Zetkin war im Frühjahr 1921, mit 65 Jahren, auf dem Weg ins Nichts gewesen: Mit der USPD und SPD hatte sie sich schon lange völlig überworfen, ebenso, wegen des mitteldeutschen Putschversuches, mit der KPD und der Komintern; außerdem hatte ihr Mann sie verlassen, ihr jüngerer Sohn Kostja hatte mit 36 Jahren immer noch keinen Beruf, und - ihre Augen begannen zu erblinden.

Nach mehreren Gesprächen mit Lenin, der sie - die einzige international Prominente, die sich ihm nach 1917 zumindest zeitweilig angeschlossen hatte - unbedingt für die Komintern zurückgewinnen wollte, hatte sie klein beigegeben und die Präsidentschaft der Internationalen Arbeiterhilfe übernommen, dafür allerdings einen Preis zu entrichten gehabt: Sie sollte die Veröffentlichung von Rosa Luxemburgs Gefängnisfragment »Zur russischen Revolution« verhindern - zwei 1919 angefertigte Kopien lagen in Moskau vor. Als das misslang, kam Clara Zetkin nicht umhin, die von ihr zuvor geteilte Kritik ihrer Freundin an der russischen Revolution öffentlich zu verurteilen (Clara Zetkin: Um Rosa Luxemburgs Stellung zur russischen Revolution, Hamburg 1922). Kostja Zetkin hingegen weigerte sich, Rosa zu desavouieren, deshalb übertrug sich die Aversion der Bolschewiki gegen Rosa Luxemburg auf ihn …

Konstantin Zetkin wurde 95 Jahre alt, er starb 1980 in Kanada. Auch sein Bruder Maxim hatte Glück; er zählte zu den wenigen Überlebenden des Exils in der Sowjetunion und baute nach 1945 im Osten Deutschlands das Gesundheitswesen auf. Von seinem Bruder Kostja behauptete er, dass er in Frankreich den Nazis in die Hände gefallen und zugrunde gegangen sei. In diesen Zeiten war es das Klügste.


Mutters marxistisches Gewissen

Brief Konstantin Zetkins an Elisabeth Mayer, geb. Wolff

[Paris, den] 27. April 1939

Liebe Elisabeth,

herzlichen Dank für deinen Brief und deine Bemühungen. Ich hoffe, die Laryngitis ist vorüber. Wir vegetieren so dahin, fröstelnd durch einen trüben nasskalten Frühling, gelegentlich erschlagen durch brutale Hitzeausbrüche eines praecoxen Sommers, Objekte, nicht Subjekte des Welttheaters, Spielbälle demokratischer Feigheiten und autoritärer Rasereien.

Wir betätigen uns paramedizinisch: Krankenpflege, Massage und anatomische Stunden. Unser Klientel rekrutiert sich überwiegend aus Emigranten, d. h. man arbeitet zum Teil um Gottes Lohn. An zahlungskräftige Patienten kommt unsereins selten heran, da die französischen Berufsbrüder und auch die linksgerichteten gegen Emigrantenmediziner mehr als zurückhaltend sind, scharf im Gegensatz zu den Lekars (tschechisch: Ärzte) weiland in der Tschechei. Als Arzt zu arbeiten, geht nicht, wenn man nicht hohe Strafen und Ausweisung riskieren will. Auch ohne die berufliche und materielle Misere wird es für die Flüchtlinge von Tag zu Tag schwieriger, auf dem hiesigen Boden sich zu halten. Ohne Grund, auch wenn man sich politisch nicht betätigt hat, kann einem die Aufenthaltserlaubnis entzogen werden, von Zeit zu Zeit hagelt es Ausweisungen. Kann man der Ausweisung nicht Folge leisten – und das ist bei den meisten der Fall –, so hat man als nächste Etappe vor sich das Gefängnis. Ist man erst polizeilich bestraft und gar im Gefängnis gewesen, dann ist die Ausreise aus diesem Fehlzirkel in ein anderes Land unmöglich. Die wachsende Ohnmacht der Demokratien, die zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden in steigendem Fremdenhass abreagiert. So versucht man denn alles, um aus diesem Land zu kommen.

Natürlich werde ich oft gefragt, warum ich nicht in Russland bin und warum ich nicht dorthin gehe. Selbstverständlich hätte ich den Verwandten diese Frage beantwortet. Nur wusste ich noch nicht, wie sie zur Sowjetunion stehen. Dass sie keine Faschisten sind, setzte ich voraus, sonst hätte ich mich nicht an sie gewandt. Doch gibt es genug Sozialisten, die feindselig gegen die Sowjets persönliche Äußerungen zu Ungunsten Russlands verallgemeinern. Nun da ich aus deinem Brief ersehe, dass die Verwandten zum mindesten Sympathisierende sind, kann ich offen schreiben, ohne zu riskieren, besonders angesichts meines Namens, der Sowjetsache zu schaden mit der Darlegung meines individuellen Falles.

Ebenso wie die Mutter bejahe ich die bolschewistische Revolution und den sozialistischen Aufbau. Mutter hatte, wie du weißt, obwohl sie grundsätzlich auf dem Boden der 3. Internationale stand, in manch wichtigen taktischen Fragen eine von der Politik der Komintern abweichende Auffassung. Auf Grund ihrer Kenntnis Deutschlands, Frankreichs, Englands und Italiens, der Geschichte und der Sprache dieser Länder, ihrer vieljährigen praktischen und theoretischen Arbeit dort und ihrer langen Verbundenheit besonders mit dem deutschen Proletariat und seinen politischen und gewerkschaftlichen Organisationen. Als mit dem Abebben der revolutionären Flut anfangs der 20er Jahre in West- und Mitteleuropa sich immer schärfer herausstellte, dass die ideologische Reife des außerrussischen Proletariats nicht der Höhe der objektiven Entwicklung der Klassengegensätze entsprach, war sich Mutter der Konsequenzen dieser Sachlage für die Taktik der Komintern und für das Verhältnis zwischen 2. Internationale samt Gewerkschaften und 3. Internationale klar bewusst. Man konnte für längere Zeit nicht damit rechnen, dass man, wie man noch im Jahre 19 annehmen durfte, die 3. Internationale im Sturm über den Haufen rennen und die in ihrem Banne stehenden großen Massen durch revolutionäre Losungen und Aktionen mit sich reißen würde. Ihrer Konzeption entsprach das, was man später Einheitsfront nannte, allerdings frei von den demagogischen und opportunistischen Tricks, durch die diese dann entstellt wurde. Übrigens teilte Lenin weitgehend ihrer Anschauungen und Folgerungen. Leider entriss ihm die Krankheit das Steuer, als er im Begriff war, es zu einem neuen Kurs der Kominternpolitik herumzureißen. Mutter drang mit ihren abweichenden Auffassungen nicht durch, ebenso wenig wie wenn sie sich dagegen sträubte, dass man politische Methoden und Formen, die sich im russischen Milieu unter ganz bestimmten geschichtlichen Bedingungen herausgebildet hatten, mechanisch auf die anderen Länder Europas übertrug. Sie sah die Zersetzung der politischen Kader durch die Putschtaktik voraus, die Spaltung und Lähmung der Arbeiterklasse durch demagogische Parolen, die die Partei z. B. beim roten Volksentscheid in eine Front mit den Nazis gegen die Sozialdemokraten brachte. Sie lebte noch lange genug, um leider ihre Befürchtungen bestätigt zu sehen. So groß sie die Schuld der Sozialdemokratie an dem Sieg der Nazis erachtete, so wenig übersah sie den Beitrag der fehlerhaften Kominternpolitik zu dem Triumph Hitlers.

Die mancherlei Bedenken, die Mutters marxistisches Gewissen gegen gewisse Methoden der Durchführung der Industrialisierung und der Kollektivisierung der Bauernwirtschaften hatte, machte sie nicht geltend, weil sie sich auf diesen Gebieten zu fremd fühlte und andererseits die ungeheuren Schwierigkeiten nie verkannte, unter denen die russischen Genossen zu wirken gezwungen waren, besonders infolge des Zurückbleibens des übrigen europäischen Proletariats.

Die oppositionelle Haltung Mutters in bestimmten taktischen Fragen schuf ihr allerlei Schwierigkeiten, immerhin respektierte man ihre internationale Autorität. Man schob ihre »Abweichungen« mehr mir, ihrem technischen Mitarbeiter, zur Last. Nun teilte ich die »ketzerischen« Anschauungen Mutters, ich hätte aber nie gewagt und hatte es auch nicht nötig, Mutter mit ihrer reichen Erfahrung in der Arbeiterbewegung anzustacheln. Im Gegenteil suchte ich eher zu bremsen und hielt sie gelegentlich zurück, wenn sie in einem ihrer Temperamentsausbrüche über irgendeine hässliche Intrige ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Stellung hinwerfen wollte. Im Übrigen suchte ich nie für meine Auffassungen Proselyten zu werben (gemeint ist: Menschen mit anderen Auffassungen abzuwerben – J. S.), da ich es vermied, lediglich auf Grund meiner Verwandtschaft mit einer führenden Persönlichkeit politischen Einfluss auszuüben. Trotzdem galt ich nun einmal in den Augen gewisser Leute als der böse Geist Mutters, umso mehr als ich schon als Freund Rosa Luxemburgs als unorthodox abgestempelt war.

Das verstärkte die Schwierigkeiten, die mir nach Mutters Tod erwuchsen. Schon das wurde mir übel ausgelegt, dass ich mich bei den Trauerfeierlichkeiten für Mutter im Hintergrund hielt, mich vor den Fotografen drückte, nicht mehr sein wollte als einer der großen Masse der Leidtragenden. Dann gab es wegen der literarischen Hinterlassenschaft Reibungen. Natürlich sollte alles, was politischen und geschichtlichen Wert hatte, dem maßgebenden wissenschaftlichen Institut zur Aufbewahrung übergeben werden, um dort zur Bearbeitung zugänglich zu sein. Nun waren noch als Folge unseres Umzuges aus Deutschland Mutters Briefwechsel und ihre Arbeiten mit Heften und Arbeiten von uns, ihren Söhnen, und mit Briefen an uns vermengt. Ich bat nun, diese Schreibereien, soweit sie nicht von Mutter stammten oder an sie gerichtet waren, zuerst heraussondern zu dürfen. Dann brachte ich noch den besonderen Auftrag Mutters an mich vor, dass ich die ganz intime Korrespondenz Mutters, die auf ihren schmerzlichen Konflikt in ihrer zweiten Ehe Bezug hatte, persönlich an mich nehmen und vernichten sollte. Beides, mein Wunsch wie die Ausführung von Mutters Auftrag an mich, wurden abgelehnt. Es wurde mir lediglich versprochen, dass die Kisten, die ich ablieferte, versiegelt und nur in meinem Beisein im Institut geöffnet werden sollten. Dies Versprechen wurde nicht eingehalten, die Kisten wurden ohne Beisein geöffnet und durchgestöbert. Hinter allem, was ich vorbrachte, witterte man misstrauisch nur ein Manœuvre, vermutete schriftliche Äußerungen Mutters, die manchen Leuten unbequem sein könnten, und nicht zuletzt Verlautbarungen Lenins über gewisse Personen der Verfügung der Komintern zu entziehen.

Weitere Konflikte drohten wegen der Herausgabe der Werke Mutters. Natürlich hätte ich auf Grund meiner jahrelangen Zusammenarbeit mit ihr, meiner Kenntnis von Problemen, Ereignissen und Personen, die in ihnen behandelt wurden, meiner Vertrautheit mit ihren Gedankengängen und Absichten bei der Herausgabe und Kommentierung ihrer Arbeiten nützliche Hilfe leisten können. Aber so viel Personen wurden zur Oberaufsicht und Mitarbeit eingesetzt, hatten dreinzureden und dreinzuschreiben, obwohl sie zum Teil mit Sachkenntnis unbeschwert waren; ferner wurden schon bei der Neuherausgabe bereits veröffentlichter Schriften Streichungen und Veränderungen vorgenommen, die Entstellungen des Sinns gleichkamen, dass ich es mit meiner Verpflichtung Mutter gegenüber nicht vereinbar hielt, an dem Unternehmen teilzunehmen.

Unter diesen Umständen hätte ich gern als Arzt gearbeitet. Aber selbst eine ganz unpolitische Arbeit wäre unmöglich gewesen, wenn ich nicht zuvor ein Bekenntnis zu der damals gerade herrschenden politischen Linie abgelegt hätte als der einzig möglichen und wahren – sie ist inzwischen um 90 Grad gedreht worden. Ebenso hätte ich, ehe ich an eine Arbeit herangekommen wäre, erklären müssen, Hitlers Machtantritt in Deutschland sei keine Niederlage der Partei. Da man damals noch hoffte, man würde bald in Deutschland benötigt, und da ich sowieso wegen Mutters Nachlass einiges im Ausland zu erledigen hatte, verließ ich im Herbst 1933 Russland, mit Zustimmung der Instanzen. Das Schicksal seither von Freunden und Bekannten drüben, die der Sache ganz und rein ergeben waren und von denen manche unpolitische Stellungen einnahmen, beweist mir, dass es mir unmöglich gewesen wäre, dort auch nur als Facharbeiter Nützliches zu leisten.

Ich lehne es ab, aus dieser meiner persönlichen Erfahrung, die unter besonderen Umständen erfolgt ist, allgemeine Schlüsse zu ziehen. Ich vermeide alles, was gegen Russland ausgenützt werden könnte; ich habe mich keiner oppositionellen Gruppe angeschlossen. Nach wie vor halte ich die Sowjetunion für eine der wichtigsten Stellungen des internationalen Proletariats im Kampfe gegen den Faschismus und für den Sozialismus.

[Handschriftlicher Zusatz] Liebe Elisabeth, da ich nicht genügend Englisch kann, habe ich meine Stellungnahmen deutsch in diesem Brief an dich niedergelegt. Teile bitte den Brief den Verwandten mit. Herzlichen Gruß, Kostja


Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg

Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/59 Bü 4


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