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Die legale Steuerflucht

Wie internationale Unternehmen Lücken im Fiskus ausnutzen

  • Von Hermannus Pfeiffer, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Politiker haben den Konzernen viel Gestaltungsspielraum gelassen. Angesichts klammer Staatskassen erhöhen EU und G20 nun den Druck, um allzu große Steuerschlupflöcher zu schließen.

Steuerbefreiung in Luxemburg, Niedrigstsätze in Irland oder Holding-Geschenke auf Zypern - der Gestaltungsspielraum, den Finanzpolitiker fast aller Fraktionen für Konzerne seit den 1990er Jahren freigeräumt haben, ist riesengroß. Das hat inzwischen auch die EU-Kommission in Brüssel erkannt. »Etwa eine Billion Euro gehen Jahr für Jahr durch Steuerhinterziehung und Steuerumgehung verloren«, mahnte der litauische EU-Kommissar Algirdas Šemeta kurz vor Weihnachten. Das ist weit mehr als alle öffentlichen Defizite in diesem Jahr zusammen.

Während der Adventszeit brachte ausgerechnet der Kaffeekönig Starbucks das Fass in London zum Überlaufen. Die mehr als 100 000 Beschäftigten des amerikanischen Unternehmens schenken auf mehreren Kontinenten in abertausenden Filialen »Latte« und Espresso aus. Allein auf der britischen Insel macht der als hochprofitabel geltende Konzern mit grünem Image pro Jahr umgerechnet rund 500 Millionen Euro Umsatz...


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