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Von Rechten vertrieben

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

So trist der Ort, so traurig die Nachricht. Das Spiel des insolventen Drittligisten Alemannia Aachen im Mittelrheinpokal bei Victoria Köln am Sonnabend im Flughafenstadion war das letzte der Aachen Ultras (ACU). Sie geben auf. »Es gibt nichts Gutes, außer man tut es«, lautete seit 1999 das Motto der Fangruppierung. Also zeigten sie noch mal Flagge – gegen Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung. Und gegen die Karlsbande Ultras, die sich im Juli 2010 von der ACU abgespaltet hatten und seitdem Mitglieder der ACU immer wieder krankenhausreif prügelten. Diesmal, in Köln, flogen Böller in den ACU-Block. Die Karlsbande gibt sich offiziell unpolitisch. Aber schon lange ist es kein Geheimnis mehr, dass es zwischen ihr und der rechten Szene rege Verbindungen gibt. Offen bekämpfte die Karlsbande die ACU – und gewann.

Es ist eine Niederlage für den gesamten deutschen Fußball. Die ACU konnte von den Rechten vertrieben werden, weil die Hilfe von allen Seiten viel zu gering war. So beklagt die scheidende Fangruppierung selber mangelnde Unterstützung vom Verein und dem lokalen Fanprojekt. DFB und DFL sahen gleich ganz tatenlos zu. Unpolitisch? Diesen Stempel verpassen sich Fangruppen mit dem Hinweis, dass es nur um Fußball ginge, gern selbst. Um jedoch rechtes Gedankengut aus den Stadien zu bekommen, muss ein Mindestmaß an Grundsätzen auch in den Kurven verpflichtend sein: gegen Rassismus und Diskriminierung jedweder Art. Es gibt eben nichts Gutes, außer man tut es. R.I.P. ACU!

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