PKK-Chef Öcalan darf nach fast 14 Jahren Haft fernsehen

Istanbul (AFP/nd). Nach fast 14 Jahren Haft hat der kurdische Rebellenchef Abdullah Öcalan jetzt erstmals Zugang zum Fernsehen. Der Gründer verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) erhielt nach Angaben von Regierungssprecher Bülent Arinc in seinem Gefängnis einen Flachbildfernseher und kann zwölf Sender empfangen, wie die türkische Presse am Dienstag meldete. Bisher konnte Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali lediglich Radio hören. Der neue Fernseher ist eine Geste der türkischen Regierung, die seit kurzem mit Öcalan über eine Lösung des Kurdenkonflikts verhandelt.

Die Verhandlungen sollen trotz der Ermordung von drei kurdischen Aktivistinnen in Paris weitergehen. Die PKK hatte türkische Sicherheitskräfte für die Morde verantwortlich gemacht, während die türkische Regierung von einer blutigen Abrechnung innerhalb der PKK spricht.

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