Steuerstreit mit Reedern geht weiter

Hamburg (dpa/nd). Im Konflikt zwischen den deutschen Reedern und dem Fiskus um neue Steuerforderungen zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein Kollege Philipp Rösler (FDP) im Wirtschaftsressort sind weiter uneins über die Lösung des Problems. Das geht aus einem Briefwechsel der beiden Minister hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Forderungen des Fiskus' betreffen Charter-Reeder, die in sogenannten Erlöspools zusammenarbeiten. Dabei werden vereinfacht gesagt die Gewinne unter den Teilnehmern aufgeteilt und somit die Schwankungen der Charter-Raten abgefedert. Dieses Modell ist international in der Schifffahrt üblich. Das Bundeszentralamt für Steuern ist nun zu der Erkenntnis gekommen, dass es sich dabei um eine Versicherung handelt, auf die Versicherungssteuer fällig werde. Den Reedereien wurden Steuerbescheide bis zu sieben Jahre rückwirkend ausgestellt.

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