Sagt nicht, es ist fürs Vaterland!

Udo Zimmermanns Kammeroper »Weiße Rose« im Landestheater Detmold

  • Von Irene Constantin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Geschwister Scholl hatten sich zu der Erkenntnis durchgerungen, dass jeder selbst die Verantwortung für seine politische und soziale Umgebung trägt, und sie lebten danach. Eine passende Botschaft für eine Stadt voller junger Menschen, wie es Detmold mit seiner Musikhochschule ist. Udo Zimmermanns Kammeroper »Weiße Rose« ist ein Werk gegen die laue Unverbindlichkeit - möglicherweise haben der Komponist und sein Librettist Wolfgang Willaschek dies im Uraufführungsjahr 1986 noch nicht mal so zugespitzt gesehen.

Die konkrete Handlungssituation - Hans und Sophie Scholl warten in der Gefängniszelle München-Stadelheim auf ihre Hinrichtung - ist ausgeblendet. Ausstatter Hans-Günther Säbel hat die Bühne ganz in Weiß gehüllt. In 16 Szenen versenkt sich Sophie in Erinnerungen an Naturerlebnisse, an spielende Kinder, an die Deportation von Kindern, sucht Trost im Glauben. Hans verarbeitet Kriegsereignisse, die ihm als Soldat begegnete...


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