Französischer Vormarsch in Mali

EU-Hilfskonferenz für 5. Februar geplant

Paris/Brüssel (AFP/dpa/nd). Die malische Armee und Soldaten aus Frankreich haben nach Angaben der französischen Regierung zwei bisher von Islamisten gehaltene Städte zurückerobert. Malische Truppen hätten seit Montagmorgen wieder die im Zentrum des Landes gelegenen Städte Diabali und Douentza unter ihrer Kontrolle, erklärte das französische Verteidigungsministerium. Französische Soldaten hätten die malische Armee bei ihrem Einmarsch unterstützt. Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian erklärte in Paris, die Rückeroberung der Städte sei ein »sicherer militärischer Erfolg«. Zuvor hatte ein AFP-Reporter berichtet, dass die Truppen dabei auf keinen Widerstand getroffen seien. Die Islamisten hatten das 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako gelegene Diabali vor rund einer Woche eingenommen. Laut dem Verteidigungsministerium in Paris waren am Montag rund 2150 französische Soldaten in dem Land im Einsatz, ihre Zahl soll weiter ansteigen.

Die Europäische Union will in zwei Wochen eine internationale Unterstützerkonferenz für Mali in Brüssel ausrichten. Das Treffen solle am 5. Februar stattfinden und gemeinsam mit der Afrikanischen Union, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und den Vereinten Nationen organisiert werden, kündigte der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Montag in Brüssel an. Die ECOWAS will eine Eingreiftruppe nach Mali entsenden. In Brüssel nahm am Montag eine EU-Organisationszentrale die Arbeit auf.

Zwei Tage nach dem Ende der blutigen Geiselnahme hat die algerische Regierung am Montag erneut ihr Vorgehen gerechtfertigt. Nach Angaben von Regierungschef Abdelmalek Sellal sind insgesamt 37 ausländische Geiseln getötet worden. Die ausländischen Todesopfer hätten acht verschiedene Nationalitäten gehabt. Außerdem seien bei dem Militäreinsatz zur Befreiung der Geiseln 29 Kidnapper getötet worden.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung