Selbstgespräch zu dritt

»Der geteilte Himmel« nach Christa Wolf am Staatsschauspiel Dresden

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Rita ist glücklich, denn ihr Herz schlägt in der Brust des Geliebten. Rita ist unglücklich, denn der Geliebte bringt es nicht übers Herz, dieses gemeinsame Glück - so, wie man etwas über den Berg der Schwierigkeiten bringt. Und Rita erinnert sich - Glück und Unglück vernarbt?

Drei Mal Rita. Drei Schauspielerinnen. Lea Ruckpaul als junges Mädchen, kommende Lehrerin, Arbeiterin auf Zeit im Waggonwerk: flammende Unschuld schier, naiv und geradlinig, immer will das Trauer-Stück in dieser Liebenden ein Lust-Spiel bleiben. Annika Schilling ist jene kranke Rita, die nach dem Weggang des Geliebten zusammenbrach: ein Wesen wankt, ein Wehen wogt in unsicheren Bewegungen. Hannelore Koch ist die Heutige, Zurückblickende: der fast mütterliche Wärmezug über dem einstigen Erfrierungselend.

In Christa Wolfs Erzählung »Der geteilte Himmel« (1963) zerbricht ein Paar an der Weltentrennung. 1961, die Mauer steht bald: Ritas Geliebter Manfre...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.