Plakate reichen nicht aus

Pflegebranche kritisiert tatenlose Regierung

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Heute beginnt in Berlin mit knapp 1000 Teilnehmern der zweitägige Pflegekongress des Verlages Springer Medizin, der auch die Rahmenbedingungen des Berufsfeldes kritisch beleuchtet.

Sehr zum Ärger der hiesigen Pflegebranche hat sich die Bundesregierung offenbar wieder einmal durchgesetzt: Der zuständige Ausschuss des EU-Parlaments beschloss am Mittwoch, dass weiterhin zehn Jahre Schulausbildung ausreichen, um Krankenschwester oder -pfleger zu werden. Die EU-Kommission hatte eine zwölfjährige Schulbildung vorgeschlagen, wie sie in allen anderen Ländern außer Deutschland und Luxemburg bereits gilt. »Deutschland verharrt im Gesundheitssystem der 80er Jahre und sperrt sich gegen notwendige Reformen«, so der Pflegewissenschaftler Jürgen Osterbrink gestern vor dem Pflegekongress in Berlin.

Neben fachlichen Themen wie dem Hygienemanagement wird während der zweitägigen Veranstaltung der Blick auch kritisch auf die eigenen Rahmenbedingungen gerichtet. Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, zeigte sich enttäuscht über die aktuelle Regierungspolitik. Das laut Koalitionsvertrag v...


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