Zeman und Schwarzenberg Kopf an Kopf

Heute und morgen wird in einer Stichwahl der neue Präsident Tschechiens bestimmt

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit einem letzten großen Fernsehduell zwischen Milos Zeman und Karel Schwarzenberg, den beiden verbliebenen Kandidaten für das Amt des tschechischen Staatschefs, endete am Donnerstagabend der Wahlkampf vor dem entscheidenden Urnengang heute und morgen. Es dürfte ein enges Rennen werden.

Ginge es nach dem scheidenden tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus, der nach fast zehn Jahren im Amt nicht mehr antreten darf, würde der gegenwärtige Prager Außenminister Karel Schwarzenberg nicht sein Nachfolger werden. Staatsoberhaupt müsse jemand sein, »der zu diesem Land gehört und hier sein Leben in schweren, guten, den besten und den schlechteren Zeiten verbrachte«. Die Familie des Fürsten hatte die einstige Tschechoslowakei 1948 verlassen und bis zur sogenannten samtenen Revolution 1989 vor allem in Wien gelebt. In der zweiten Runde der erstmaligen Direktwahl des tschechischen Präsidenten trifft der Kandidat der konservativen Partei TOP09 nun auf Milos Zeman, einen begnadeten Populisten, der für die Sozialdemokraten vier Jahre lang (1998-2002) eine Minderheitsregierung führte - die CSSD später aber verließ...


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