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Jupiter glänzt, Venus lässt nach

PLANETEN, STERNE, MOND und SONNE: Im Februar werden drei Sternschnuppenströme aktiv

Jupiter strahlt im Februar nach Einbruch der Dunkelheit hoch am abendlichen Südhimmel. Er ist der unübersehbare Glanzpunkt in der ersten Nachthälfte am gestirnten Firmament, auch wenn seine Helligkeit in dem Monat leicht abnimmt. Der Riesenplanet wandert gemächlich durch das Sternbild Stier. Am 18. zieht der zunehmende Halbmond mittags südlich an Jupiter vorbei. Am Abend sieht man den Halbmond dann ein wenig östlich vom hellen Lichtpunkt Jupiter. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich der Riesenplanet zurück.

Venus hat sich vom Morgenhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar. Saturn im Sternbild Waage kann in der zweiten Nachthälfte beobachtet werden. Der Ringplanet verlagert seine Aufgänge in die Zeit vor Mitternacht. Anfang Februar geht er eine Viertelstunde nach ein Uhr morgens auf, zu Monatsende jedoch schon eine gute halbe Stunde vor Mitternacht. Bereits am 3. Februar erhält der Ringplanet Besuch vom abnehmenden Halbmond, ein netter Anblick am Morgenhimmel.

Der nur selten zu sehende Merkur bietet im Februar eine Chance, ihn am Abendhimmel zu erspähen. Vom 8. bis 21. zeigt er sich als fahler, gelblicher Lichtpunkt in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont. Es ist die günstigste Abendsichtbarkeit von Merkur in diesem Jahr für unsere Breiten.

Merkur ist der sonnennächste und kleinste Planet unseres Sonnensystems. In nur 88 Tagen rast er einmal um die Sonne. Alle vier Monate überholt der kleine Planet die Erde auf der Innenbahn und wechselt somit vom Abend- auf den Morgenhimmel. Im März 2011 schwenkte die US-Raumsonde »Messenger« (deutsch: Botschafter) in eine Umlaufbahn um Merkur ein. Der künstliche Satellit umrundet Merkur alle zwölf Stunden und schickte bereits eine Fülle von fantastischen Aufnahmen der pockennarbigen, von Einschlagkratern übersäten Merkuroberfläche zur Erde.

Am 8. zieht Merkur knapp an Mars vorbei, der ebenfalls noch am Abendhimmel tief im Westen vertreten ist. Allerdings ist Mars inzwischen lichtschwächer als Merkur. Mars ist nur mit lichtstarkem Fernglas zu sehen.

Drei Sternschnuppenströme werden im Februar aktiv. Allerdings sind alle drei nicht sehr ergiebig. Aus der Richtung des Sternbilds Fuhrmann kommen vom 6. bis 9. Februar die Alpha-Aurigiden. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in der Nähe von Kapella, dem Hauptstern des Fuhrmanns, dessen lateinischer Name Auriga lautet. In den letzten Jahren wurden immer weniger Aurigiden gesichtet. Möglicherweise versiegt dieser Strom bald.

Die Delta-Leoniden erreichen ihr Maximum um den 25. Februar. Sie scheinen aus dem Sternbild Löwe zu kommen. Ende Februar erscheinen die ersten Virginiden am Morgenhimmel. Sie entspringen scheinbar dem Sternbild Jungfrau. Anfang April entfaltet der Virginidenstrom seine maximale Aktivität.

Nach wie vor beherrschen die Wintersternbilder den Himmelsanblick, wenn man gegen 22 Uhr den klaren Nachthimmel ansieht. Der bläulich-weiße Sirius, Hauptstern des Großen Hundes und hellster Fixstern am irdischen Firmament, steht ziemlich genau im Süden. Ein wenig westlich von Sirius und etwas höher leuchtet unübersehbar das prominente Wintersternbild, nämlich der Himmelsjäger Orion. Hoch im Westen steht der Stier mit seinem orangen Hauptstern Aldebaran und den beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden, dem Siebengestirn und dem Regengestirn. Den Meridian passieren die Zwillinge. Man hat den Eindruck, sie seien fast senkrecht über einem. Fast im Zenit leuchtet die gelbe Kapella im Fuhrmann. Südlich der Zwillinge steht ebenfalls in Südrichtung Prokyon, der hellste Stern im Kleinen Hund.

Im Osten ist bereits das Frühlingssternbild Löwe aufgegangen. Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam höher. Der Wagenkasten geht voran, die Deichsel folgt. Der Wagen wird somit nicht gezogen, sondern geschoben. Die Kassiopeia, das Himmels-W, sinkt langsam zum Nordwesthorizont hinab.

Der Mond befindet sich am 7. Februar mit 365 320 km Entfernung in Erdnähe. Drei Tage später tritt um 8.20 Uhr die Neumondphase ein. Erdferne wird am 19. morgens erreicht, Die Distanz beträgt dabei 404 470 km. In Vollmondposition kommt unser Nachbar im All am 25. um 21.26 Uhr im Sternbild Löwe nahe seinem Hauptstern Regulus. dpa/nd

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