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Lange her. Nicht vorbei

25 Jahre danach: Ein Gespräch zur »Liebknecht-Luxemburg-Affäre« - mit bis heute offenen Fragen

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Hans-Jürgen Börner, seinerzeit ARD-Korrespondent in der Hauptstadt der DDR, hatte den Hinweis von Ralf Hirsch, dem damaligen Sprecher der oppositionellen Initiative für Frieden und Menschenrechte, bekommen: »Wallfahrt ist schön, aber Stalinallee ist besser«. Der Journalist scheint die verschlüsselte Botschaft des Dissidenten ohne Mühe decodiert zu haben. Jedenfalls stand am 17. Januar 1988, während Zehntausende zum »Wallfahrtsort«, dem Friedhof der Sozialisten in Friedrichsfelde pilgerten, ein Kamerateam auf der Karl-Marx-Allee, vormals Stalinallee, am Frankfurter Tor.

Am Rande der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration entrollten Oppositionelle und Ausreisewillige dort ihre selbst beschriebenen Transparente. Auf einem davon stand der Rosa-Luxemburg-Satz »Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden« - nicht korrekt zitiert (es fehlt das »auch«) und dennoch von solcher Aussagekraft, dass er im kollektiven Gedächtnis mit diesem ...


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