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Tödliche Menschenjagd

Christian Klemm über deutsche Kampfdrohnen

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: 2 Min.

Vorgestern Abend war er wieder im Fernsehen zu sehen: der Predator. Ein außerirdisches Raubtier, das Jagd macht auf Menschen und Aliens. Der Predator kennt keine Gnade und tötet alles, was sich ihm in den Weg stellt. Alles nur Science-Fiction aus Hollywood? Mitnichten! Die Menschenjagd ist bittere Realität: In Afghanistan, Pakistan und Jemen benutzt die US-Armee sogenannte Predator-Drohnen, um Aufständische auszuschalten. Per Joystick werden diese Flugkörper aus sicherer Entfernung gesteuert, auf Knopfdruck Menschen getötet. Nach getaner Arbeit packt der Soldat seine Frühstücksdose wieder ein und verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend.

Die Bundesregierung hat nun durchblicken lassen, dass auch sie die Raubtiere gern von der Kette lassen möchte. Der Grund: Aus Afghanistan sind zu viele Zinnsärge mit getöteten Bundeswehrsoldaten zurückgekehrt. Das hat dazu beigetragen, dass die Mehrheit der Deutschen den Kriegseinsatz ablehnt. Damit bei zukünftigen Kriegen weniger Deutsche getötet werden, müssen Einsatzstrategien und Waffen her, die die eigenen Verluste möglichst gering halten. Dafür sind die unbemannten Flugkörper ideal. Dass durch sie immer wieder auch Zivilisten umgebracht werden, scheint die Bundesregierung nicht zu interessieren.

Was auch immer sich die Ingenieure einfallen lassen, eine »saubere Kriegsführung« gibt es nicht. Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Kampfdrohnen hin oder her.

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