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Städtetag gegen Privatisierung des Wassers

Osnabrück (epd/nd). Der Deutsche Städtetag hat vor einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung gewarnt. »Ohne die bürgernahe Versorgung durch die Stadtwerke sind Qualitätseinbußen beim Trinkwasser nicht auszuschließen«, sagte Städtetagspräsident Christian Ude der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Die Bundesregierung müsse im EU-Ministerrat eingreifen, um die kommunale Wasserversorgung in Deutschland zu retten. Auch die evangelische Kirche kritisierte die von der EU-Kommission geplante Liberalisierung der Wasserversorgung. »Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht«, sagte Manfred Scholle, Mitglied der Kirchenleitung der westfälischen Landeskirche, der »Neue Westfälischen«. Es dürfe nicht den Maßstäben des Wettbewerbs unterliegen, Wasser sei kein Spekulationsobjekt. Die EU will mit neuen, am Donnerstag beschlossenen Richtlinien die Vergabe von Konzessionen ändern. So soll die bisher kommunal erbrachte Wasserversorgung zugunsten eines freien, kommerziellen Wettbewerbs aufgehoben werden.

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