Küsten, Seen, Nichtschwimmer

In Mecklenburg-Vorpommern haben immer mehr Kinder Probleme mit tieferen Gewässern

  • Von Joachim Mangler, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land voller Strände. Doch eine wachsende Zahl der Kinder bis zwölf Jahre kann nicht schwimmen - und wird es auch nicht mehr lernen.

Rostock. Schwimmen ist für Kinder vor allem in den ländlichen Regionen des Nordostens keine Selbstverständlichkeit mehr. »Leider lernen immer weniger Kinder schwimmen«, sagte der Sprecher des Landesschwimmverbands, Jörg Behlendorf, in einer dpa-Umfrage. Einer der Gründe dafür sei, dass allgemein die Bedeutung des Schulsports abnimmt.

»Ein Problem sind auch die Schließungen von Schwimmhallen«, sagt Behlendorf. So gebe es in Schwerin den »völlig unhaltbaren Zustand«, dass nach der Schließung einer Schwimmhalle im nächsten Bad eher darauf geachtet wird, die zahlende Kundschaft anzulocken als Sportvereinen Wasserzeiten zu geben. Viele Eltern im Land seien unzufrieden mit der Situation und schicken ihre Kinder in privaten Unterricht. Doch das sollten sie zeitig tun: Vereine berichten über Wartezeiten von bis zu einem Jahr.

Wie Thomas Powasserat, Referent für Wasserrettung beim Roten Kreuz MV, sagte, gibt es nur noch in den gr...


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