Eingriff in die Pressefreiheit

Redaktionsleitung des »nd« verurteilt Durchsuchung bei Fotografen

Bundesweit sind am Mittwoch die Wohnungen von acht Fotografen von der Polizei durchsucht worden, darunter auch von Kollegen, die als Bildjournalisten für das »neue deutschland« arbeiten. Die Aktion der Behörden steht in Zusammenhang mit einer antikapitalistischen Demonstration, bei der Ende März vergangenen Jahres mehrere Tausend Menschen in Frankfurt am Main gegen die Krisenpolitik der europäischen Regierungen protestierten. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wurde ein Beamter schwer verletzt, die Durchsuchungen und Beschlagnahmen bei den Fotografen sollen offenbar die Ermittlung der Täter voranbringen. Das Vorgehen der Polizei stellt einen nicht akzeptablen Eingriff in die Pressefreiheit dar, auch die Wohnungen von Fotojournalisten müssen den Schutz des Grundgesetzes genießen. Die Redaktionsleitung des »neuen deutschland« verurteilt die Durchsuchung in aller Deutlichkeit.

Tom Strohschneider, nd-Chefredakteur

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