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Internet-Hilfe für die Jugend

Studie erkundet Verhalten in Online-Netzwerken

Jugendliche gäben in sozialen Netzwerken bedenkenlos Informationen über sich preis, heißt es oft. Doch dieses Vorurteil stimmt nicht, wie eine Studie des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ergab, die am Dienstag in München vorgestellt wurde. Nur fehle den Jugendlichen oft die Datenkontrolle, sagte die Leiterin der Studie, Ulrike Wagner. Zum Beispiel weil die Einstellungen, mit denen sie ihre Informationen kontrollieren können, zu kompliziert seien.

Die 13- bis 17-Jährigen bitten jedoch zu selten Erwachsene um Hilfe. Nach den Erkenntnissen der Studie glauben die Jugendlichen, dass Erwachsene vor allem die Gefahren ihres Umgangs mit Facebook sehen, nicht aber dessen zentrale Bedeutung für ihren Alltag. Besonders kritisch kann dieses Misstrauen sein, wenn die Jugendlichen auf problematische Inhalte stoßen: Ein Junge hatte eine App abonniert, über die er sich Clips von Fußballspielen anschauen konnte. Daneben zeigte die App ihm aber auch Videos von Selbstverletzungen und sogar Vergewaltigungen. Er meldete die App nicht, weil er fürchtete, dass er dann auch die Fußballvideos nicht mehr sehen könnte.

Die Studie zeige eindeutig, dass Lehrer und Eltern sich mehr mit der Perspektive der Jugendlichen auseinandersetzen müssten, sagte der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Siegfried Schneider. dpa

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