Werbung

Quotenkiller PET

Fabian Lambeck über Einwegflaschen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Viele Konsumenten setzen Pfand und Mehrweg gleich. Doch spätestens wenn der Annahmeautomat im Supermarkt die dort eingegeben Plasteflaschen deutlich hörbar zerdrückt, sollte jedem Konsumenten klar sein, dass diese Flasche wohl nicht noch einmal befüllt wird. Zumal nur die Hälfte des so gewonnen Materials wieder zu Flaschen verarbeitet wird. Der Rest tritt die Seereise nach Fernost an. Dort werden die PET-Flaschen zu Textilfasern. Mittlerweile kann man wohl halb China mit deutschen Flaschenfasern einkleiden. Die Mehrwegquote ist in den vergangenen Jahren von 70 auf unter 50 Prozent gesunken.

Bundesumweltminister Peter Altmaier will diesen Trend nun stoppen. Nicht mit Verboten, sondern mit Hinweisschildern in Supermärkten. So sollen die Konsumenten informiert werden, ob sie Wegwerf- oder Mehrwegflaschen kaufen. Dieser Vorstoß wird die Quote kaum wieder heben. Bei vielen Discountern gibt es nur noch Wasser aus Einwegflaschen. Zudem haben die PET-Flaschen einen Vorteil: Sie sind erheblich leichter als Glasflaschen. Viele Konsumenten schätzen diesen Gewichtsvorteil. Sicher auch, weil sie nicht um die gesundheitlichen Risiken der Plasteflaschen wissen. Vielleicht sollte man diesen Aspekt stärker hervorheben. Etwa mit Warnhinweisen zu den östrogenähnlichen Auswirkungen von PET. Doch dagegen wäre die Branche wohl Sturm gelaufen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!