Nicht alle wollen Einigung um jeden Preis

EU-Haushaltsgipfel beginnt mit Verspätung und Misstönen

  • Von Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kaum ist Jean-Claude Juncker nicht mehr Chef der Eurogruppe, hört sich der Ministerpräsident aus Luxemburg noch weiser an: »Ich denke, dass sich die Positionen der einzelnen Staaten bis heute Abend soweit angenähert haben werden, dass es gelingen kann«, sagte Juncker am Donnerstag im Deutschlandfunk. Und meinte damit eine Einigung zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU für die Jahre 2014 bis 2020 - das Hauptthema, mit dem sich die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten seit gestern Nachmittag in Brüssel beschäftigen.

Mit Verspätung fing das Treffen an, damit konnte Jucker noch nicht rechnen. Eine lange Nacht sah er dennoch vor sich: »Weil wir nicht vernünftig sind, wird das etwas länger dauern.« Ein paar Stunden später bat Gastgeber EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy um Aufschub. Letzten Schliff wollte er noch anlegen an seinen Kompromissvorschlag.

In Brüssel war von neuen Kürzungen gegenüber Van Romp...


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