Die finstere Seite des Goldes

Quecksilber in Flüssen und die Ausbreitung der Malaria sind Folgen der Edelmetallsuche

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Weltweit ist die Zahl der Goldsucher in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt. Parallel dazu kletterte der weltweite Quecksilberverbrauch. Ein Desaster, das die Bewohner der Dschungelregionen zu spüren bekommen.

»Viva al paro minero«, hoch auf den Bergbaustreik, steht auf einer der blauen Planen rund um das Bergarbeitercamp am Kilometer 102. Rund um die Ansammlung von Hütten aus Plastikplanen, Holz und Bastmatten ist der Dschungel einer Mondlandschaft gewichen. Nur noch einige Baumskelette ragen aus Schlamm und Wasserpfützen. La Pampa heißt die Region an der Interoceánica Sur. Die Asphaltstraße verbindet Porto Velho in Brasilien mit den peruanischen Städten Puerto Maldonado und Cusco.

»Hier haben die Mineros genauso wie in Huaypete besonders heftig gewütet«, erklärt César Ascorra. Huaypete liege rund fünfzig Kilometer weiter nördlich, so der Direktor der Caritas Madre de Dios, der regelmäßig in der Region unterwegs ist. Der kirchliche Wohlfahrtsverband beobachtet den Raubbau an der Natur und ...


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