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Fukushima wird zum Werbetrick

Japans Atomindustrie setzt auf den Export - haften soll der Staat

  • Von Susanne Steffen, Tokio, und Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Japans Atomindustrie will mit Unterstützung der Regierung den Abbruch des havarierten Kernkraftwerks Fukushima zur Werbung für den Export von Kerntechnik nutzen. Die Opfer soll der Steuerzahler entschädigen.

Noch immer ist Fukushima das Thema der japanischen Atomindustrie. Ein Schwall Trockeneis soll hoch radioaktive Partikel von Wänden und Böden im havarierten Kraftwerk waschen. Anschließend wird der Roboter, der das gefrorene Kohlendioxid mit Hochdruck auf die Wände verteilt, den aufgewirbelten radioaktiven Staub mit einer Vakuumpumpe einsammeln und abtransportieren. Natürlich ferngesteuert vom dekontaminierten Kontrollzentrum, in dem nicht einmal mehr Schutzkleidung erforderlich ist.

Mit Hilfe des neuen Roboters könnten bislang verstrahlte Reaktorbereiche wieder zugänglich werden, hoffen die Forscher des AKW-Bauers Toshiba. »Da sich das Trockeneis sofort in Gas umwandelt, entsteht kein zusätzlicher Strahlenmüll«, schwärmt Entwickler Tadasu Yotsuyanagi. Bislang wurden bei Dekontaminierungsarbeiten meist große Mengen Wasser eingesetzt, welche anschließend in den bereits übervollen Tanks für radioaktive Abwässer landeten. Ab Somme...


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