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»Volkseigene« Polizisten in Guerrero

Autonome Bürgermilizen schützen die Bevölkerung im ärmsten mexikanischen Bundesstaat

  • Von Wolf-Dieter Vogel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sie haben die Hoffnung aufgegeben, dass der Staat sie schützt: Seit sechs Wochen gehen im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero selbst ernannte Polizisten gegen die zunehmende Gewalt in der Region vor.

Bewaffnet mit Macheten und Gewehren patrouillieren sie in den Gemeinden, errichten Kontrollstellen und nehmen Personen fest, die sie für Mitglieder krimineller Organisationen halten. 54 Verdächtige haben die »Polizisten« in ihrer Gewalt, elf übergaben sie den staatlichen Behörden. Die Milizen sind zum ersten Mal in Erscheinung getreten, nachdem Anfang Januar der Bürgermeister einer Gemeinde entführt worden war. Innerhalb kürzester Zeit bauten mehrere hundert Dorfbewohner Barrikaden und zwangen die Entführer mit Waffen dazu, den Politiker freizulassen. Inzwischen haben sich mindestens 800 Menschen der »Union der Völker und Organisationen von Guerrero« (UPOEG) angeschlossen. Sie schützen die Bevölkerung in den Regionen Costa Chica und La Montaña vor Entführungen, Überfällen und Mord. Während die staatliche Operation »Sicheres Guerrero« überhaupt nichts gebracht habe, sagt Rosa Rodríguez von der regionalen Bauernorganisation Ocamt, sei...


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