Jan van Aken 22.02.2013 / Ausland

IDEX 2013 – Sturmgewehr mit Friedenstaube

Besuch auf der weltgrößten Waffenmesse in Abu Dhabi / 69 deutsche Firmen sind dabei

Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, war dieser Tage 2013 in Abu Dhabi. Ziel war die Waffenmesse IDEX 2013, die größte Veranstaltung dieser Art in der Welt. Was ihm auffiel: Überall stolpert man über deutsche Waffen. Hier seine Beobachtungen.

Deutscher Parzer mit griechischer Besatzung
Meine erste Waffenmesse. Der erste Gedanke, der mir hier kommt: Bei anderen Messen werden auch die Endprodukte gezeigt, werden Maschinen so richtig verbrauchernah präsentiert. Auf jeder Industriemesse hängt neben einer Nähmaschine auch ein schönes Kleid. Hier zeigen sie die Toten nicht. Abu Dhabi, im Februar 2013, die IDEX ist eine der größten Waffenmessen der Welt. Drei Dinge stechen sofort ins Auge: die vielen bunten Uniformen mit haufenweise goldenem Lametta, das breite Spektrum von Waffen zur Aufstandsbekämpfung und drittens: Deutschland ist immer und überall. Auf der ganze Messe stolpert man über deutsche Waffen. Deutsche Rüstungsfirmen haben hier mit die größte Ausstellungsfläche, laut Ausstellerverzeichnis sind 69 deutsche Firmen hier vertreten, sie haben fast alles im Angebot: Panzer, Gewehre, Raketen, Flugzeuge, U-Boote, Handgranaten, Munition, Tränengas, Schallkanonen... Die Lürssen-Werft ist natürlich auch vertreten, nach jüngsten Pressemeldungen wollen sie gerade Patrouillenboote an die Saudis verkaufen. Und selbst Audi hat hier einen Stand, verkauft gepanzerte Luxuslimousinen. Mercedes Benz sowieso. Und selbst da, wo nicht Deutschland drauf steht, ist oft auch Deutschland drin. Am pakistanischen Stand: ein Nachbau des deutschen Sturmgewehres G3. Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) präsentiert hier stolz seine Fuchs-Panzer, made in Germany sowie ein Patrouillenboot, mit Kanone von Rheinmetall und Motor von MTU. Gepanzerte Fahrzeuge aus Saudi Arabien mit UNIMOG-Fahrgestell. Unter einer südafrikanischen Drohne eine ZEISS-Kamera. Und natürlich die saudischen G36-Sturmgewehre. Am Stand von Dynamit Nobel wird den ganzen Tag das Zielen geübt, mit einer Panzerfaust auf einen Bildschirm. Ein bisschen wie auf dem Jahrmarkt, wie die Jungs Schlange stehen – nur dass die Jungs hier alle Uniformen anhaben und aus allen Ecken der Welt kommen.

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