Werbung

Keine Ehrenrunden mehr?

Bildungsrauschen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach Hamburg will auch Niedersachsen das Sitzenbleiben abschaffen. Gut so, denn es kostet unnötig Geld, ist zumeist demütigend und zeigt kaum Lerneffekte. Doch die Debatte bleibt zäh.

Dagmar Baumgarten schreibt auf www.frauenzimmer.de (bit.ly/WTHrNH): »Ich weiß, wie es sich anfühlt. Bis zum Schluss hab ich noch gehofft, dass es nicht passiert. Aber dann war klar: Faulenzen, erste Verliebtheiten und sonstige Nebenwirkungen der Pubertät haben sich gegen mich verbündet, und es hieß: ›Nicht versetzt!‹ Die Folge: ein heftiges Gefühlschaos zwischen, ›scheiße, total versagt!‹ und ›ach, ist doch egal, ist selbst Einstein zweimal passiert!‹« Darauf Estelwen01: »Im ersten Moment mag es vielleicht eine Schmach sein. Ich finde aber das Sitzenbleiben gut. Im späteren Leben kann ich auch nicht sagen: ›Ich habe ein Ziel nicht erreicht und mache dennoch weiter.‹ Schließlich muss man gewisse Prüfungen bestehen, um im Leben weiter zu kommen.«

Auf www.sueddeutsche.de (bit.ly/XKgS9g) gibt JDJericho bekannt bekannt: »Als junger Lehrer an einem Schüler-orientiertem Gymnasium meine ich, dass man das Wiederholen einer Jahrgangsstufe nicht grundsätzlich abschaffen aber deutlich reduzieren sollte. Wiederholen ist keine Strafe, keine Disziplinierung, keine Stigmatisierung, sondern eine in enger Absprache mit dem Schüler, Eltern und allen Fachlehrern beschlossene individuelle Maßnahme, um die Bildungschancen perspektivisch zu verbessern. Eine Versetzungsentscheidung sollte sowieso nicht rein arithmetisch sondern pädagogisch getroffen werden. Es geht um das langfristige Wohl und die Bildung der Schüler. Einige haben durchgehend in so vielen Fächern den Anschluss verloren, dass eine Versetzung jeder Logik und Pädagogik widerspricht. Gleichzeitig müssen Fördermaßnahmen getroffen werden.«

Heidi Storck berichtet auf www.faz.net (bit.ly/Yr4UU0) von ganz anderen Erfahrungen: »Wir leben mit unseren 4 Kindern seit 12 Jahren im Ausland, derzeitig seit 2 Jahren in Finnland. Egal wo wir außer Landes gelebt haben (England, Norwegen, Schweden) war das Schulsystem um Längen besser. Sitzenbleiben gibt es in den meisten Ländern gar nicht. Förderung, extra Lehrer und intensive Unterstützung sind der Schlüssel zum Erfolg, Finnland macht es nun zum 4. Mal bei der PISA-Studie vor, wie es geht. Toll, dass nun auch in Deutschland die Klappen von den Augen fallen. Kinder haben unterschiedliche Lernrhythmen, mit gezielter Förderung kommen nun auch viele Kinder hinterher, die ansonsten schon in jüngstem Alter vom System aussortiert werden. Was soll daran bitte noch gut sein? Es war nie gut und richtig. Der Verlust der Klassengemeinschaft und der Freunde hinterlässt bei den ›Ehrenrunden‹ tiefe Wunden.«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!