Die Dosis macht's

Wagners Frühwerk »Die Feen« an der Oper Leipzig

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Schon in seinen »Feen« hatte der zwanzigjährige Richard Wagner ein Frageverbot eingebaut. Nicht für die Frau, wie es später Lohengrin über Elsa verhängt, sondern für den Mann. Sein Menschen-König Arindal hat sich mit der Feen-Königin Ada eingelassen. Was für beide problematisch ist. Ihr wurde das dauerhafte Eheglück als Mensch vom Feen-Reich nur zugebilligt, wenn er sie nicht nach ihrer Herkunft fragt und sie bis zum Ablauf einer Frist auch nie verflucht. Das geht natürlich schief, denn er flucht doch. Was man verstehen kann, denn sie schmeißt immerhin die gemeinsamen Kinder ins Feuer und legt sein Reich in Trümmer. So sieht es jedenfalls für ihn aus. Als ob das nicht alles hanebüchen genug ist, wird sie für hundert Jahre in Stein verwandelt, muss er Zauberflöten-Prüfungen bestehen, und dann wie Orpheus singen, bis beide schließlich glücklich und vereint in die Unsterblichkeit entlassen werden.

Das Ganze ist nicht nur als Stor...


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