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Absturz bei Luxor

Ballonunglück in Ägypten fordert 19 Opfer und bringt dem Tourismus neue Probleme

  • Von Hajjaj Salama und Anne-Beatrice Clasmann, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Ein Heißluftballon mit Touristen an Bord stürzt in der Provinz Luxor ab. 19 Menschen sterben. Auf einem Feld findet die Feuerwehr das brennende Wrack. Das ist ein weiterer Schlag für Ägyptens Tourismus.

Die kleine Reise im Ballon war schon fast zu Ende, als das Unglück nahe der ägyptischen Tempelstadt Luxor seinen Lauf nahm. Der Ballonführer hatte seine Kollegen schon zu dem Ort dirigiert, an dem er mit den Touristen landen wollte. Er reichte ihnen ein Seil hinunter, mit dem sie den Ballon stabilisieren sollten. Der Boden sei zu diesem Zeitpunkt schon ganz nah gewesen, berichten die Ermittler, die mit der Aufklärung des Unglücks betraut wurden.

Das Seil soll den Gasschlauch berührt und beschädigt haben, so dass plötzlich große Mengen von Helium austraten, durch die der Ballon wieder Auftrieb bekam. Die Bewohner des Dorfes Al-Dhabaija sehen, wie der brennende Ballon auf ein Feld stürzte. Sie hören mehrere Explosionen. Die Bauern machen sich auf den Weg, um nach den Opfern zu suchen. Später treffen Feuerwehrleute ein, die das brennende Wrack löschen. Die Leichen, einige sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, werden in Plastiksäcken davongetragen. 19 Menschen kamen ums Leben. Neun Opfer sind aus China. Auch vier Japaner, zwei Franzosen, zwei Briten, ein Ungar und eine ägyptische Reiseleiterin sterben.

Für die ägyptische Tourismusbranche ist der Unfall nach den politischen Unruhen der vergangenen zwei Jahre eine weitere Katastrophe. 2012 lag die Zahl der Touristen unter zehn Millionen. 2010 waren fast 15 Millionen Urlauber nach Ägypten gekommen. Auch in Luxor, mit seinen Tempeln und Gräbern aus der Pharaonenzeit Hauptattraktion vieler Ägyptenreisen, sind die Folgen der Unruhen seit Langem zu spüren.

Der Vorsitzende der Berufsvereinigung der Tourismusbranche in Luxor, Tarwat al-Adschmi, lässt seine Wut an den Verantwortlichen des Ministeriums für Zivilluftfahrt aus. Deren lasche Kontrollen seien der Grund für das Unglück. Das gilt jedoch nicht nur für die Anbieter von Ballonfahrten, die immer wieder mit Unfällen in Verruf geraten. Vor einem Jahr sorgte ein Unfall mit einem Glasboot, das unter Wasser tauchen kann, für Schlagzeilen. Drei Deutsche kamen um, als das Boot bei stürmischem Wetter leckschlug. Auch der leichtsinnige Fahrstil ägyptischer Busfahrer ist häufig Ursache für tödliche Unfälle.

Dass die beliebten Ballonfahrten über den Tempeln und Grabanlagen von Luxor riskant sind, hatte sich schon bei einem Absturz im März 2009 gezeigt. Damals waren 16 Touristen verletzt worden, als ein Ballon gegen einen Strommast geprallt war.

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