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Der Comandante ist tot

Weltweite Trauer um Venezuelas Präsident Hugo Chávez

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Caracas/Berlin (nd). Nach dem Tod des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez zog am Mittwoch in der Hauptstadt Caracas eine Trauerprozession mit dem Sarg des Verstorbenen zur Militärakademie. Familienangehörige, Regierungsvertreter und tausende Chávez-Anhänger begleiteten den mit der Nationalfahne bedeckten Sarg durch die Straßen der Metropole. Vor dem Leichenwagen liefen der venezolanische Vizepräsident Nicolas Maduro und der bolivianische Präsident Evo Morales. Der am Dienstag seinem Krebsleiden erlegene 58-jährige Staatschef soll zwei Tage in der Militärakademie von Caracas aufgebahrt werden, bevor er am Freitag in einem Staatsbegräbnis beigesetzt wird.

Chávez, der seit 1999 regierte und 14 Wahlen gewann, war als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit für viele ein linkes Idol. Der Tod von »Comandante« Chávez sorgt weltweit für Anteilnahme. In vielen lateinamerikanischen Ländern trauern Menschen gemeinsam und öffentlich, aus zahlreichen Staaten kamen Würdigungen.

Die Reaktionen in Deutschland auf den Tod des Präsidenten fielen unterschiedlich aus. Während Bundesaußenminister Guido Westerwelle auf Distanz ging - »Venezuela hat ein großes Potenzial, und Demokratie und Freiheit sind der richtige Weg, um dieses Potenzial zu verwirklichen« -, würdigten die Bundestagsabgeordneten der LINKEN Sahra Wagenknecht und Sevim Dagdelen den Verstorbenen: »Mit seiner Politik hat Chávez nicht nur Venezuela, sondern Lateinamerika verändert.« Das Staatenbündnis ALBA und das bolivarianische Projekt seien »das Vermächtnis Hugo Chávez›, das es über seinen Tod hinaus zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt‹«.

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