»Bin noch im Schützengraben der Perestroika«

Michail Gorbatschow stellte im Berliner Ensemble seine Autobiografie vor

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Die Weltgeschichte ist ein gedrungener, beleibter, älterer, freundlicher Herr. Buddha würde sich in diesem Körper gefallen. Der Weltgeschichte, einer gewesenen freilich, gefällt's wohl auch. In der ersten Reihe im Berliner Ensemble die Tochter, der Schwiegersohn, zwei Enkeltöchter. »Erhebt euch doch mal bitte.« Opas sind so. Michail Gorbatschow am Dienstag, bei der »Deutschlandpremiere« seines Buches »Alles zu seiner Zeit. Mein Leben«.

Hermann Beil vom BE liest daraus. Den Prolog der Trauer - und der inständigen Liebeserklärung, an Raissa Gorbatschowa, die 1999 starb, zwei Tage vor der Operation mit Stammzellen aus dem Rückenmark ihrer Schwester. Dann ein Kapitel aus dem Stawropoler Land, wo Gorbatschow 1931 geboren wurde. Der junge Jurist kehrt zurück aus Moskau, lebt mit seiner Frau in einem »elenden Loch«. Der Hauswirt rät, wenn er unter Wodka steht, »die Dinge nüchtern zu betrachten«. Die Rede ist von einer »erstarrten kal...


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