Zypern - Kolonie der Eurokraten

Die Bürger der Inselrepublik fühlen sich von der EU erpresst

  • Von Christiane Sternberg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das »Rettungspaket« für den Euro-Krisenstaat Zypern wird wieder aufgeschnürt. Nach heftigen Protesten gegen die Zwangsabgabe für Bankkunden verschob das Parlament in Nikosia am Montag zum zweiten Mal die Debatte darüber.

In Zypern beginnt heute die Fastenzeit. Doch in diesem Jahr ist es nicht nur der Verzicht auf Fleisch und Milch, der den Zyprern zusetzen wird, sondern auch die harte Realität, in die sie am Wochenende gestoßen wurden. Buchstäblich über Nacht hat ihr Präsident Nikos Anastasiades mit der Eurogruppe die Beteiligung der Bankkunden an der Sanierung der zyprischen Geldhäuser ausgehandelt und auch gleich alle Konten für den Auslandsverkehr sperren lassen. Betroffen sind nicht nur Firmen und Privatleute mit einem Kapital von über 100 000 Euro, sondern auch Kleinsparer.

Die Empörung darüber ist größer als der Ärger über die eigentliche Zwangsabgabe. Zum einen werfen die Bürger Anastasiades vor, er habe nach nicht einmal drei Wochen Amtszeit schon seine Wahlversprechen gebrochen. Auf der anderen Seite gehen die Anschuldigungen...


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