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Beinharte Spaßgesellschaft

GutsMuths-Rennsteiglauf weiter im Aufwind

  • Von Michael Müller
  • Lesedauer: 2 Min.
Am 25. Mai startet der 41. GutsMuths-Rennsteiglauf. Bis zu 16 000 Teilnehmer werden erwartet. Zum zehnten Mal ist auch »neues deutschland« mit einer Mannschaft dabei. Ihr Ehrenkapitän ist diesmal der einstige DDR-Spitzenläufer Hans Grodotzki, der 1960 bei Olympia in Rom über 5000 und 10 000 Meter jeweils die Silbermedaille gewann.

Nach dem vorjährigen Teilnahmerekord bleibt der härteste und schönste Cross Europas im Popularitätsaufwind. Zwar liegen die momentanen Anmeldungen erwartungsgemäß etwas unter denen des Jubiläumsstartjahres 2012. Doch es sind bereits wieder über 12 000. Statistisch gesehen ist das neun Wochen vor dem Lauftag das zweitbeste Meldeergebnis in der 40-jährigen Geschichte.

Die externe Anerkennung des mit Abstand größten deutschen Naturlaufes folgt der internen Entwicklung. In der jüngsten Umfrage der Fachportals »marathon 4 you« rangiert der Marathonwettbewerb des Rennsteiglaufes in den deutschsprachigen Ländern auf Platz vier. Zwar unter anderem hinter denen von Berlin und München, aber eben auch vor Hamburg, Luzern, Zürich oder Hannover. Und im Unterschied zu all diesen Stadtläufen bietet der GutsMuths-Rennsteiglauf auf dem Kammweg des Thüringer Waldes ein Vollprogramm: Neben dem Marathon (43,5 Kilometer), dem Super- (72,7) sowie einem Halbmarathon (21,1) gibt es zwei Wander- und Walkingstrecken (17 bzw. 35), diverse Crossdistanzen für Kinder, Jugendliche sowie für Menschen mit geistiger Behinderung (1 bis 9 Kilometer).

Der Ehrenkapitän der diesjährigen nd-Rennsteiglaufmannschaft Hans Grodotzki kennt als Thüringer die kräftezehrenden Wege der Wettbewerbe bestens. »Wer sich die antut, gehört zu den von mir hoch geachteten positiv Verrückten«, sagt er. Der heute 76-Jährige hatte 1960 bei Olympia in Rom Silber über 5000 und 10 000 Meter geholt, musste seine Karriere 1964 verletzt beenden und arbeitete später nach dem Studium als Trainer. Die Frauen und Männer auf dem Rennsteig seien für ihn »im Gegensatz zu unserer heutigen verweichlichten abgehobenen Spaßgesellschaft eine beinharte echte Spaßgesellschaft«.

Hans Grodotzki, den wir dieser Tage in seiner Potsdamer Wohnung trafen, freut sich auf das Ereignis im Mai. Und er freut sich auf seine Rolle als Ehrenkapitän des nd-Teams, in dem er die Nachfolge von Täve Schur, Gunhild Hoffmeister, Waldemar Cierpinski, Wolfgang Behrendt und anderer einstiger DDR-Sportstars antritt. »Alle auf dem Rennsteig sollen sich mit Lockerheit und Spaß das zutrauen, was sie vertragen können«, gibt er den Aktiven auf den Weg und wünscht viel Erfolg bei der Vorbereitung.

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