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Eingeborene, Einwanderer

Marie NDiaye mischt Realität und Wahn

  • Von Lilian-Astrid Geese
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sie bezaubert den Teil meiner selbst, der am wenigsten taugt, dachte Herman, das Willenlose und Faule in mir. Die Stunden fließen dahin, bar jeder Energie, jedes Gedankens, und es ist alles einerlei, die kleinen Schändlichkeiten wie die guten Regungen. Wie erholsam dieses Leben ist! Wie erholsam das Dorf!» Es ist ein kurzer Moment der Einsicht, der hier in Herman, dem Lehrer aus Paris, aufflackert.«

Herman, Rose und ihr gemeinsamer Sohn wollten einmal nicht, wie in den dreizehn Jahren, seit sie ihr Sommerhaus im (namenlosen) Dorf haben, am 31. August nach Paris zurückkehren, sondern den Urlaub ein wenig verlängern. Doch just am Tag vor der geplanten Abreise verschwinden Rose und das Kind, und Herman macht sich auf die Suche. Doch dabei scheint er seltsamerweise das Phlegma in Person.

Abgewiesen vom Dorfpolizisten, der schon Feierabend hat, chancenlos, ohne Termin mit dem Bürgermeister sprechen zu können, und gefangen in ...


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