Zypern findet kein Geld

Russland erteilt Hilfegesuchen aus Nikosia eine Absage / Troika bleibt hart

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn bis Montag keine Lösung zur Rettung der zyprischen Banken gefunden wird, drohen die ersten Pleiten. Troika und Merkel sprechen sich gegen Plan B aus.

Die Lage Zyperns verschärft sich zusehends. Auch am Freitag blieb ungewiss, wie das Land die von der Geber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds geforderten 5,8 Milliarden Euro Eigenbeteiligung zur Rettung seiner Banken aufbringen will. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte Nikosia davor, seine Pensionskasse zu verstaatlichen. Unterdessen erklärte Russland die eigenen Verhandlungen über neue Finanzhilfen für Zypern für gescheitert.

Rund 17 Milliarden Euro braucht das Land für die Rettung seiner Banken, die nur noch durch Nothilfen der EZB am Leben gehalten werden. Nach Verhandlungen unter Teilnahme von Vertretern der Eurogruppe sagte die Troika am Samstag zunächst zehn Milliarden Euro zu. Dafür sollten zyprische Bankguthaben mit einer Zwangsabgabe belastet werden. Dies lehnte das Parlament des Inselstaates am Dienstag ab.

Seitdem sucht die zyprische Regierung verz...

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