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NPD plant am 1. Mai Aktion vor »Krebsgeschwür« EZB

Aufruf des Blockupy-Bündnisses: Kundgebung von Neonazis in Frankfurt verhindern

Berlin (nd). Die NPD will am 1. Mai vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main gegen EU und Euro demonstrieren. Im Aufruf der rechtsextremen Partei ist von einer „der Hauptinstitutionen des politischen Systems und damit eines der Krebsgeschwüre unserer Zeit“ die Rede. Doch gegen den geplanten Aufmarsch regt sich Widerstand: Gemeinsam mit dem „Antifaschistischen Ratschlag Frankfurt“ ruft das Blockupy-Bündnis dazu auf, den Versuch zu verhindern, Krisenkritik von rechts zu besetzen.

„NPD und andere Nazis“ stünden „mit ihren menschenverachtenden Positionen in der Gesellschaft nicht alleine“, warnt das Netzwerk „No Troika Rhein-Main“. Parolen wie „Keine Mark, keinen Euro für die ,faulen‘ Griechen und für die ,Pleitestaaten‘ im europäischen Süden“ seien allerdings auch in bürgerlichen Kreisen zu hören. Gegen nationalistische Kritik an der EU stelle man „die Solidarität mit den Menschen in Spanien, Portugal, Griechenland, Italien oder auch hier, die unter der autoritären EU-Krisenpolitik leiden“

Die Verhinderung des Naziaufmarsches am 1. Main in Frankfurt sieht man beim Blockupy-Bündnis als Teil der Proteste gegen das EU-Krisenregime, die am 31. Mai und 1. Juni in der Bankenmetropole geplant sind. Dann wollen linke Gruppen, Gewerkschafter und Initiativen erneut „vor die Headquarters und Hochhäuser der Großbanken, die Hauptprofiteure der EU-Politik, und an den Sitz der EZB“ ziehen, um gegen den herrschenden Kurs der Krisenbewältigung zu demonstrieren.

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