Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Stolz und Scham

Eine Ausstellung der Medien-Galerie erinnert an die Zerschlagung der Gewerkschaften 1933

  • Von Werner Ruch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Wie konnte es dazu kommen, dass die einst mächtigste Gewerkschaftsbewegung der Welt von den Nazis so sang- und klanglos zerschlagen werden konnte?« Dies fragte Hartmut Simon, Leiter des ver.di-Archivs, zur Eröffnung einer Ausstellung der Medien-Galerie im Haus der Buchdrucker, die an die Zerschlagung der Gewerkschaften vor 80 Jahren erinnert. Sie reiht sich ein in die Vielzahl der Veranstaltungen im Rahmen des Themenjahres »Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933-1938«. Dokumente der Gewerkschaftspresse von Januar bis Mai 1933 spiegeln auf 20 Tafeln wider, wie die Gewerkschaften von den Nazis nach Hitlers Machtübernahme in die Zange genommen, geknebelt und sukzessive mit Terror überzogen worden. Verschwiegen wird nicht opportunistisches Verhalten, von Schweigen über Anbiederung bis hin zur Selbstverleugnung.

Merkwürdig, keine Erwähnung findet in der Ausstellung »Die Gleichschaltung der Gewerkschaftspresse« die von Theodor Leipart, Vo...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.