Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Waden gegen Wahnsinn

Weltweit zeigen heute Menschen Solidarität mit Minenopfern

Berlin (nd). Heute, am Internationalen Tag der Vereinten Nationen zur Aufklärung über die Minengefahr, zeigen wieder zahlreiche Menschen ihr Bein. Sie erklären damit ihre Solidarität mit den unzähligen Minenopfern in aller Welt. Allein rund 500 000 Menschen müssen mit den Folgen einer Verletzung durch Minen oder andere Sprengkörper leben. Neben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon krempeln zahlreiche Politiker und Prominente die Hosenbeine hoch. Die Hilfsorganisationen SODI und Handicap International richteten außerdem eine Petition an die USA und andere Staaten, die dem 1997 geschlossenen Abkommen zum Verbot von Anti-Personen-Minen bis heute noch nicht beigetreten sind.

Unterdessen wurde das von der UN-Vollversammlung gestern angenommene globale Abkommen über Waffenhandel von allen Seiten freudig aufgenommen - trotz der Gegenstimmen Syriens, Irans und Nordkoreas und knapp zwei Dutzend Enthaltungen. So bezeichnete Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) den Vertrag als »Meilenstein im weltweiten Bemühen um Rüstungskontrolle und Sicherheit«. Berlin werde für noch »ehrgeizigere Regeln für die Begrenzung und Kontrolle des Waffenhandels werben«. Deutschland ist derzeit der drittgrößte Waffenexporteur der Welt.

Das Abkommen, das gemeinsame Standards von der Pistole bis zum Panzer umfasst, tritt erst in Kraft, wenn 50 Staaten es ratifiziert haben. Die Bundesregierung strebe die Ratifizierung noch vor der Bundestagswahl im September an, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Es werde nun »technisch geprüft«, ob dies möglich sei. Nötig ist die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.

Weiterlesen:

Bein zeigen für eine Welt ohne Minen
Aktionen in Berlin und München

Erste Schritte zur Kontrolle des Waffenhandels
Selmin Çalıskan über die Schwierigkeiten, eine Menschenrechtsklausel im Rüstungsgeschäft zu etablieren

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln