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Ein neuer Flughafen für die Provinz

Kassel-Calden eingeweiht

Wiesbaden (nd-Öfinger). Begleitet von Zweifeln, Kritik und Spott haben Spitzenvertreter von Politik und Wirtschaft am Donnerstag den neuen internationalen Verkehrsflughafen Kassel-Calden offiziell eingeweiht. Der neue Airport ist aus einem Luftlandeplatz für Kleinflugzeuge nordwestlich von Kassel entstanden. Die Baukosten waren zur Jahrtausendwende auf rund 100 Millionen Euro veranschlagt worden und liegen jetzt offiziell bei 271 Millionen Euro. Träger der Betreibergesellschaft Flughafen Kassel GmbH sind die Kommune Calden, Stadt und Landkreis Kassel und das Land Hessen. Sie müssen auch für das laufende Defizit des Flughafenbetriebs in Höhe von rund 24 Millionen Euro jährlich aufkommen.

Vom neuen Flughafen versprechen sich CDU, SPD, Freie Wähler und FDP eine Belebung der Wirtschaft. Kritiker wie der Kasseler Stadtverordnete Kai Boeddinghaus (LINKE) warnen jedoch vor einem neuen »Millionengrab«. Die Region habe mit dem ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe beste Bahnverbindungen und die Verkehrsflughäfen in Dortmund, Erfurt, Frankfurt, Paderborn/Lippstadt, Hannover und Münster/Osnabrück lägen im Umkreis von 200 km.

Der aktuelle Flugplan sieht für Kassel-Calden 13 Urlaubsflüge pro Woche vor. Große Airlines starten und landen hier nicht. In den letzten Tagen war bereits ein erster geplanter Urlaubsflug an die türkische Riviera gestrichen worden. Für die Fluggesellschaft hatte es sich als kostengünstiger erwiesen, die wenigen Passagiere, die einen Flug gebucht hatten, mit dem Taxi zum 70 km entfernten Flughafen Paderborn-Lippstadt zu befördern.

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