Tempo 30 für bessere Luft

(dpa). Trotz Umweltzone hat Berlin erhebliche Mühe, die Luftbelastung durch schädliches Stickstoffdioxid (NO2) zu verringern. Um einer Einhaltung der EU-Grenzwerte näher zu kommen, sollen nun weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Berliner Straßen geprüft werden. Denn die Hauptquelle für NO2 ist der Autoverkehr, in erster Linie Dieselmotoren. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt geht es um ein mögliches Tempo 30 auf hochbelasteten Abschnitten von Hauptstraßen, etwa in Mitte und in Schöneberg.

Die Bundesregierung hatte schon vor geraumer Zeit in Brüssel für mehr als 50 deutsche Regionen beantragt, die Frist für die Einhaltung des Grenzwerts bis zum Jahr 2015 zu verlängern. Doch für Berlin und in 32 weiteren Fällen, darunter München und Frankfurt/Main, lehnte die EU-Kommission Ende Februar eine Verlängerung mit der Begründung ab, die bisherigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung reichten nicht aus. Die Umweltschutzorganisation BUND sprach seinerzeit von einer »klaren Watsche«.

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