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Gibt es nicht schon genug von der überdrehten Schunkelmusik, die uns beim Betrachten der Filme von Emir Kusturica um die Ohren gehauen wird? Ist es nicht irgendwann auch mal wieder genug mit dieser Lebensfreude und Schwermut verströmenden, südosteuropäischen Polkawalzerklezmermusik, diesem rauhbautzigen Rumänenfolk? Nun, an Wehmut herrscht kein Mangel beim Folk-Duo A Hawk And A Hacksaw. Seit etlichen Jahren sind Heather Trost und Jeremy Barnes, die einen Narren am Balkan gefressen haben, nun schon unterwegs, um - mit Violine und Akkordeon ausgerüstet - die musikalischen Traditionen Südosteuropas zu erkunden. Angetrieben werden die beiden von ihrer unbändigen Neugier auf in irgendwelchen unwegsamen Bergtälern versteckte Volksmusikvarianten, die sich dort über Jahrhunderte ausgeformt haben, und dem Willen, etwas Eigenes daraus zu formen.

Was dem Duo aus New Mexico nicht hoch genug anzurechnen ist, ist sein beharrlicher Weg in die Nische. Mit Klängen, deren Ursprünge in der rumänischen, ungarischen und ukrainischen Volksmusik liegen, kann man heute kein Vermögen verdienen. Hier aber ist Obsession am Werk. Wie unbeirrbar von den beiden Künstlern, clever verkleidet als Indiepop-Combo, seit Jahren das Gegenteil vom öden Schablonenpop unserer Tage zelebriert wird, muss dem Beobachter Respekt abringen. Auch auf ihrem sechsten Album, das vor einigen Tagen erschien, gelingt ihnen das originelle Spiel mit althergebrachten Mustern und Versatzstücken einer Musik, die seit Kusturicas Filmen als zombiefiziert gilt, und deren Verwandlung in etwas höchst Aufgewecktes. Heute um 21 Uhr treten die beiden im »Haus Ungarn« (Karl-Liebknecht-Straße 9, 10178 Berlin) auf. tbl

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