Werbung

Gefährliche Morgenröte

Als Folge der Krise erlebt Griechenland den Aufstieg der Faschisten

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin (nd). Die Demokratie Griechenlands ist in Gefahr, mahnte Nils Muižnieks gestern in Straßburg. Der lettische Menschenrechtskommissar des Europarats machte sich vor Kurzem ein Bild von der Lage in dem krisengeschüttelten Land - nicht etwa von den unmittelbaren Folgen der Kürzungspolitik: Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, medizinische Unterversorgung. Sein Erschrecken betrifft die Ausbreitung faschistischen Gedankenguts und zunehmende Gewaltattacken gegen Migranten, Homosexuelle und Andersdenkende. »Ausdauernde und konzertierte Maßnahmen, besonders seitens der Polizei und Gerichte, sind nötig, um die Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in dem Land schützen«, so Muižnieks. Die Behörden müssten stärker gegen Hassreden und Hasskriminalität vorgehen. Organisationen wie die faschistische Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgendämmerung) müssten unter Umständen verboten werden.

Die griechische Regierung erklärte dazu, sie teile die Sorge des Kommissars. Rassistische Einstellungen seien aber lediglich ein »Randphänomen in der griechischen Gesellschaft«, hieß es in einer Stellungnahme.

Im Zuge der durch Krise und Sparpolitik erzeugten Hoffnungslosigkeit verfallen immer mehr Griechen menschenverachtenden Parolen. Die Faschisten, die ebenfalls gern gegen das Spardiktat demonstrieren (Bild oben: vor der deutschen Botschaft in Athen), versprechen einfache Lösungen. Gleichzeitig pflegen sie Kontakte zur deutschen Naziszene.

Tagesthema Seite 2

Foto: dpa/Alkis Konstantinidis

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen