Werbung

Fairer Handel für eine neue Weltordnung

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Richtung stimmt, die relative Dimension bleibt aber bescheiden. Der Umsatz von Waren, die zertifiziert aus fairem Handel stammen, ist 2012 in Deutschland erstmals auf über 500 Millionen Euro gestiegen. Zwar nehmen sich die 533 Millionen Euro, die Verbraucher vor allem für fair gehandelte Blumen, Bananen und Kaffee ausgaben, gemessen am sich auf rund 160 Milliarden Euro belaufenden Gesamtumsatz der Lebensmittel-Einzelhändler und Drogerien in Deutschland bescheiden aus, doch sie setzen einen Trend fort: Es sind mehr und mehr Verbraucher, denen es nicht gleichgültig ist, in welchen Verhältnissen die Produkte entstehen, die sie käuflich erwerben. Und zumindest ein Teil derer, die es sich leisten können, ist auch bereit, dafür ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen.

Dass der faire Handel wächst, hat sicher etwas mit Berichterstattung und Aufklärung über weit verbreitete Missstände in den Produktionsstätten im Globalen Süden zu tun: von Agrararbeitern, die ungeschützt mit Pestiziden und sonstigen Chemikalien hantieren müssen bis hin zum Elektronikhersteller Foxconn, der unter anderem für Apple von »Arbeitssklaven« billig fertigen lässt, was teuer verkauft wird. Fairer Handel ist für die Elektronikindustrie ohnehin noch ein Fremdwort. Der Einzelhandel ist da definitiv weiter.

Seit gestern läuft die bundesweite Kampagne »Fairtrade-Frühstück«, mit der das Prinzip des Fairen Handels noch weiter bekanntgemacht werden soll: Ein Mindestpreis sorgt dort selbst dann für Existenzsicherung, wenn der Weltmarktpreis im Zuge seiner Schwankungen gerade im Keller ist. Dass damit höhere und stabilere Einkommen erzielt werden, ist über Studien hinreichend belegt. Eine faire Weltwirtschaftsordnung wird damit aber alles andere als hinfällig: Sie ist nötiger denn je, damit in Nord und Süd alle fair leben können!

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!