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Bielefeld und Karlsruhe wieder in Liga 2

Babelsberg kann nur ein Wunder vor Abstieg retten

  • Von Holger Schmidt, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

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Einen Spieltag vor Ultimo haben der Karlsruher SC und Arminia Bielefeld den Aufstieg in die zweite Bundesliga perfekt gemacht.

Nachdem insgesamt 41 Jahre Bundesliga-Tradition die Rückkehr in die 2. Liga geschafft hatten, kannte die Freude beim Karlsruher SC und Arminia Bielefeld keine Grenzen. Der altehrwürdige Wildpark und die ebenso ehrwürdige Alm erschütterten fast in ihren Grundfesten, denn zur puren Freude kam ein großes Stück Erleichterung: Der Aufstieg war für die beiden finanziell geplagten Klubs auch die Rettung vor der Pleite.

»Dass wir aufsteigen, ist eine Sensation. Als wir anfingen, lag der Klub auf der Intensivstation«, sagte Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig nach dem entscheidenden 1:0 (1:0) im Derby gegen Aufstiegsrivale VfL Osnabrück. Und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther sagte nach dem 1:1 (0:1) gegen Hansa Rostock erleichtert: »Vor einem Jahr waren wir praktisch tot. Was wir durchgemacht haben, möchte ich lieber nicht beschreiben.« Die Drittligasaison hatten die Badener unter das Motto: »Ehrensache! Jetzt erst recht!« gestellt.

Und während Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz trotz der verbleibenden Resthoffnung auf die Aufstiegsrelegation schon mal seinen Rücktritt fürs Saisonende erklärte, wurde sein Gegenüber Stefan Krämer als Vater des unerwarteten Erfolgs gefeiert. »Das ist für mich der ostwestfälische Jürgen Klopp«, sagte Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen am frühend Abend vor 15 000 jubelnden Fans vom Rathausbalkon.

Krämer hat die Arminia im vergangenen Herbst als Notlösung übernommen. Nach zehn Spielen ohne Sieg, bei einem weiteren Abstieg zum Ruin verdammt. Für den Fall des Aufstiegs versprach Krämer leichtsinnig, sich ein Tattoo mit dem Vereinswappen stechen zu lassen. »Jetzt muss ich mir eine geeignete Stelle an meinem Körper suchen«, sagte der 46 Jahre alte Lockenkopf schmunzelnd.

Auch in Karlsruhe war die Erleichterung fast genauso groß wie der Jubel. »Das, was wir geschafft haben, war keine Selbstverständlichkeit. Das sieht man an anderen Schicksalen«, sagte Trainer Markus Kauczinski mit Blick auf die weiter abgestürzten Mitabsteiger Rostock und Alemannia Aachen.

Babelsberg ist vor dem Abstieg nur noch durch ein Wunder zu retten. Die Filmstädter müssten am Sonnabend in Münster gewinnen, und gleichzeitig dürften Dortmund II und Darmstadt nicht über ein Remis hinauskommen.

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