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Die Zeit der Erntehelfer

Zwei Monate Lohn müssen oft für das ganze Jahr reichen

  • Von Peer Körner, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zehntausende ausländische Erntehelfer kommen jedes Jahr nach Niedersachsen, Deutschlands Agrarland Nummer 1.

Hannover/Winsen. Anfang April machen sie sich jedes Jahr mit ihrem kleinen Auto auf den Weg nach Deutschland. Seit 22 Jahren fährt Lilianna Cholubek mit ihrem Ehemann Waldek dann die fast 500 Kilometer aus dem kleinen polnischen Dörfchen Starzyce nach Niedersachsen ins nicht viel größere Hoopte, um an der Elbe als Erntehelferin zu arbeiten. Den Wagen hat sie vollgeladen mit Einmachgläsern - Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten sollen helfen, Geld zu sparen.

»In Polen gibt es keine Arbeit, es ist schwer«, sagt die in Hoopte nur »Lilli« genannte 40-Jährige. Die Einkünfte der zwei Monate in Hoopte müssten reichen fürs ganze Jahr, sagt sie. Mit 18 war Lilli das erste Mal hier, da hatte sie gerade das Lyzeum abgeschlossen. Cholubek arbeitet als Spargelstecherin im Akkord und verdient bis zu zwölf Euro die Stunde, meist sind es neun bis zehn. Gutes Geld, sagt sie, auch wenn Milch oder Benzin in Polen bald nicht mehr viel weniger k...


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