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Appell von Syriennothilfe

Dringend Geld für Hilfsoperationen nötig

Genf (dpa/nd). Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kann nicht mehr allen Notleidenden in Syrien helfen, wenn es nicht mehr Geld bekommt. Rund 50 Millionen Euro seien angesichts der Ausweitung des Krieges zusätzlich erforderlich, erklärte die Hilfsorganisation am Montag. Angesichts von immer mehr Notleidenden reichten die Kapazitäten zur humanitären Hilfe längst nicht aus, erklärte Robert Mardini, Leiter der IKRK-Operationen im Nahen und Mittleren Osten, vor Journalisten in Genf.

»Viele Menschen kämpfen um ihr tägliches Überleben«, sagte Mardini. Hauptgründe seien »die Intensivierung der Kämpfe sowie die stark geschwächte Wirtschaft«.

Nach hartnäckigen Verhandlungen des IKRK mit Vertretern der Regierung und der Rebellen hätten Freiwillige des Syrischen Arabischen Halbmondes auch in kaum zugänglichen Gebieten die Hilfe verstärken können. Uneingeschränkter Zugang und mehr vereinbarte Feuerpausen seien vielerorts dringend erforderlich, um Notleidende versorgen zu können. Mardini würdigte den selbstlosen Einsatz vor allem der Helfer des Roten Halbmondes. »Sie sind weiterhin außerordentlich motiviert, obwohl bereits 19 Helfer seit Beginn des Konfliktes im Einsatz ihr Leben verloren haben.«

Mit den erbetenen zusätzlichen Geldern will das IKRK unter anderem die Ausgabe von Essenrationen für mehr als 450 000 Menschen fortsetzen sowie für mehr als 12 Millionen Menschen den Zugang zu trinkbarem Wasser gewährleisten.

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