Marcus Meier, Düsseldorf 14.05.2013 / Wirtschaft und Umwelt

Nein zu »Leos« für Diktatoren

Proteste gegen Rüstungsexporte zur Aktionärsversammlung der Rheinmetall AG

Panzerlieferungen an autokratische Staaten wie Saudi-Arabien, Indonesien und Katar - immer will der deutsche Rüstungs- und Pkw-Teile-Konzern Rheinmetall davon profitieren. Heute wird es erstmals auf einer Jahreshauptversammlung des Unternehmens größere Proteste geben.

Rheinmetall verdiente an zwei Weltkriegen und rühmt sich in Hochglanzbroschüren, mit dem »Leopard II« den »weltbesten Panzer« zu produzieren. Kriegsgerät an Länder, die für Menschenrechtsverletzungen und Repression bekannt sind - für Heinz Kappei eine Horrorvorstellung. Er gehört zu den Organisatoren von Protesten, die anlässlich der heute im Berliner Maritim-Hotel abgehaltenen Hauptversammlung stattfinden werden. Die Rheinmetall-Aktionäre werden die Kritik an der Geschäftspolitik ihres Konzerns nicht ignorieren können. Vor dem Tagungsort werden rund 200 Rüstungsexport-Gegner unter anderem eine überdimensionierte »Blutaktie« präsentieren. Ihr Motto: »Legt den Leo an die Kette!« Was Kappei von den Anteilseignern erwartet? »Ganz einfach, sie sollen ihre blutgetränkten Aktien zurückgeben.«

Für die Rheinmetall AG gehört der Nahe Osten - neben Russland und Australien - zu den Wachstumsmärkten. Während die Rüstungsetats in Europa sc...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: