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Im Ghetto gezeichnet

(dpa). Das Jüdische Museum Berlin zeigt in einer Sonderausstellung Zeichnungen des Grafikers Bedrich Fritta, die im Ghetto Theresienstadt entstanden. Fritta habe dort seit 1942 das Zeichenstudio geleitet, in dem inhaftierte Künstler Baupläne und Propagandamaterial für die Nazis herstellen mussten, heißt es in der Ankündigung. Dort habe er Tusche und Papier gefunden, um heimlich das Elend des Ghettoalltags festzuhalten. Doch Frittas Tun wurde entdeckt. Der Grafiker wurde 1944 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er wenig später starb. Die meisten von Frittas mehr als 100 großformatigen Arbeiten blieben in einem Versteck erhalten. Die Tuschezeichnungen und kleineren Skizzen werden vom 17. Mai bis 25. August erstmals in ihrer ganzen Vielfalt gezeigt.

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