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Häfen sollen für die Umwelt kooperieren

WWF: Zusammenarbeit macht Elbvertiefung unnötig

Hamburg/Berlin (dpa/nd). Die Umweltschutzorganisation WWF hat sich für eine Kooperation der großen deutschen Seehäfen ausgesprochen, um eine erneute Vertiefung von Elbe und Weser überflüssig zu machen. Nach einem neuen Gutachten im Auftrag des WWF sei die Zusammenarbeit der Häfen eine ökologisch und wirtschaftlich tragfähige Alternative, sagte WWF-Referentin Beatrice Claus am Dienstag in Berlin. Wenn die norddeutschen Häfen nicht länger um dieselben Containerschiffe konkurrieren würden, würden der Hafenstandort Deutschland gestärkt, die Natur an den Flüssen geschützt und der Steuerzahler entlastet.

Nach den Vorstellungen des WWF sollen die Container aus Übersee im wesentlichen im neuen Tiefseehafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven von großen auf kleinere Frachtschiffe umgeladen werden. Davon könnten auch Bremerhaven und Hamburg profitieren, weil die großen Containerschiffe teilentladen und leichter mit weniger Tiefgang Elbe und Weser befahren könnten. So blieben Hamburg und Bremerhaven auch ohne Flussvertiefungen international bedeutende Seehäfen.

Ähnliche Überlegungen wurden bereits seit langem immer wieder angestellt und waren vor mehr als einem Jahrzehnt sogar für kurze Zeit einmal offizielle Politik der norddeutschen Länder. Sie scheiterten aber immer wieder an dem Konkurrenzkampf der Häfen.

Gegen die geplanten Vertiefungen von Elbe und Weser sind Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anhängig, über die im Herbst entschieden werden soll.

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