Werbung

Rekordschmuggel entdeckt

Münchener Zoll beschlagnahmt 19,2 Kilo der Synthetikdroge Crystal

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Fast 20 Kilogramm der gefährlichen Droge Crystal hat der Zoll in München beschlagnahmt - es ist der größte aufgedeckte Schmuggel dieses Rauschgifts in Deutschland. Die Ermittler gehen von einem weit gespannten Netz von Händlern und Kurieren aus.

Den bisher größten Crystal-Fund in Deutschland haben Zollbeamte am Münchener Flughafen gemacht. Sie beschlagnahmten eigenen Angaben zufolge 19,2 Kilogramm der gefährlichen Synthetikdroge. Sechs mutmaßliche Drogenkuriere aus Rumänien und Bulgarien hatten das Rauschmittel bereits Mitte Februar in den Schalen ihrer Koffer versteckt. Die Gruppe war auf dem Weg aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Japan. Die drei Männer und drei Frauen sitzen nun in Untersuchungshaft. Bei einer Röntgenkontrolle seien den Beamten ungewöhnliche Schatten in den Kofferrahmen aufgefallen, sagte Hans Hagn vom Hauptzollamt. Daraufhin bohrten sie die Gepäckstücke an. Die Zollmitarbeiter hatten nach Hinweisen aus dem Zollkriminalamt vermehrt das Gepäck von Passagieren aus dem arabischen und südostasiatischen Raum zum Weiterflug nach Japan kontrolliert.

»Ich gehe davon aus, dass die Reisenden bereits mehrfach als Drogenkuriere eingesetzt wurden«, sagte Jürgen Thiel vom Zollfahndungsamt. Der logistische Aufwand des versuchten Schmuggels bei dieser Menge enorm gewesen. »Dafür bedarf es erheblicher Täterstrukturen.«

Das Zollfahndungsamt ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Landshut und in Zusammenarbeit mit Behörden in Bulgarien, Rumänien, Dubai und Japan. »Unser Ziel ist es, die Drahtzieher des Rauschgifthandels dingfest zu machen.«

Die gefundene Menge Crystal entspreche rund 800 000 Konsumeinheiten, erklärte Thiel. Ein Gramm des Aufputschmittels werde in Deutschland für etwa 80 Euro gehandelt. Das ergibt einen Wert der Schmuggelware von mehr als 1,5 Millionen Euro.

Die schnell süchtig machende Droge ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch. An der tschechisch-bayerischen Grenze etwa werden immer größere Mengen beschlagnahmt. Crystal greift Zähne und Nasenschleimhäute an. Da die Droge die Nervenzellen schädigt, können auch Gedächtnisprobleme oder Psychosen Folgeschäden sein. dpa

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!