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Modellautos à la Haderthauer

Bayerns Sozialministerin beschert der CSU noch eine Affäre

  • Von Johannes Hartl
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Zuge der »Modellauto-Affäre« gerät auch Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) in den Fokus der Öffentlichkeit. Sie soll bis 2001 50-prozentige Teilhaberin der Firma »Sapor Modelltechnik« gewesen sein, mit der Hubert Haderthauer von Psychiatrie-Insassen gefertigte Modellfahrzeuge verkaufen ließ. Anfragen dazu bleiben unbeantwortet.

Über einen Zeitraum von 15 Jahren hinweg soll der Gerichtspsychiater Dr. Hubert Haderthauer von Psychiatrie-Insassen im Rahmen einer »Arbeitstherapie« gefertigte Modellautos über die Firma »Heinrich Sandner Sapor Modelltechnik« vertrieben haben. Bei Verkäufen erzielten die Modelle später hohe Summen im vierstelligen Bereich, während die Patienten gemäß dem bayerischen Straffvollzugsgesetz acht bis vierzehn Euro Lohn für einen Produktionstag erhalten haben sollen.

Dies alles ergaben Recherchen des Nachrichten-Magazins »stern«, veröffentlicht vor rund zwei Wochen. Demnach soll Haderthauer, der als Psychiater und als Leiter der Landesgerichtsärztlichen Dienststelle am Landgericht Ingolstadt tätig ist, bis zum Jahr 2008 Mitgesellschafter von »Sapor Modelltechnik« gewesen sein. In dieser Funktion sei der Ehegatte der heutigen bayerischen Sozialministerin auch am Verkauf von Modellfahrzeugen beteiligt gewesen, die zuvor von Insassen...


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