»Ich bin der Wachhund der Revolution ...«

Am 24. Mai 1743 wurde Jean-Paul Marat geboren

  • Von Peter Fisch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Neben Mirabeau, Robespierre und Danton gehört Jean-Paul Marat zu den bedeutendsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Französischen Revolution. Schon zu Lebzeiten, erst recht nach seinem Tod, wurde er extrem unterschiedlich beurteilt: Er sei ein politisches Monster gewesen, meinten die einen, ein Freund des Volkes und leidenschaftlicher Revolutionär die anderen. Marat gilt als Vorläufer sowohl des Anarchismus, Cäsarismus und Sozialismus.

Am 24. Mai 1743 in Boudry (heute Schweiz) geboren, verließ er mit 16 Jahren die Familie, studierte in Bordeaux und Paris Medizin und Philosophie und praktizierte hernach als Arzt in London, Newcastle und Dublin. Zeitgleich wandte er sich dem Gedankengut der französischen Aufklärung zu, insbesondere den Ideen Rousseaus und Diderots. In seiner Schrift »The Chains of Slavery« (Ketten der Sklaverei), 1774 in England erschienen, artikulierte er Grunderkenntnisse, die sein politisches Handel...

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